Hilfebedürftigkeit

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Menschen, die materielle oder soziale Unterstützung, Förderung oder Betreuung benötigen, werden als hilfebedürftig bezeichnet. Der Begriff Hilfebedürftigkeit ist im SGB II unter Grundsicherung für Arbeitssuchende § 9 definiert. Demnach bedeutet Hilfebedürftigkeit, dass man für seinen Lebensunterhalt nicht selbstständig aufkommen und sich nicht in eine Arbeit eingliedern kann, um den Lebensunterhalt für sich und eine mit ihm in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Person zu sichern. Dabei setzt er bereits sein gesamtes Vermögen bzw. Einkommen ein und erhält zusätzlich finanzielle Unterstützung durch Angehörige oder Träger von Sozialleistungen. Lebt eine hilfsbedürftige Person in einer Bedarfsgemeinschaft, wird ebenso das Einkommen des Partners einbezogen. Bei unverheirateten Kindern zählt außerdem das Einkommen der Eltern, soweit Kind und Elternteil noch eine Bedarfsgemeinschaft bilden und das Kind für seinen Lebensunterhalt nicht eigenständig aufkommen kann. Wenn der gesamte Bedarf einer Bedarfsgemeinschaft nicht selbstständig gedeckt werden kann, gilt jede Person der Bedarfsgemeinschaft im Verhältnis des eigenen Bedarfs zum Gesamtbedarf als hilfebedürftig. Angehörige, die eigentlich nicht hilfebedürftig sind, werden dazu aufgefordert, durch ihr eigenes Vermögen zu unterstützen, wodurch auch sie hilfebedürftig werden können. Hilfebedürftigkeit wird nicht mit Armut gleichgesetzt.