Herzinfarkt

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Der Herzinfarkt oder Myokardinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland und allen westlichen Industrieländern. Das Auftreten eines Herzinfarktes ist eine extreme Notsituation, welche sofortige Hilfe durch einen Notarzt fordert. Dabei zählt jede Minute. Dem Herzinfarkt geht eine koronare Herzkrankheit voran. Das bedeutet, dass die Arterien der Herzkranzgefäße (Koronarterie) verkalkt sind, wodurch die Durchblutung des Herzmuskels gestört wird. Dies führt letztlich zum Verschluss von einem oder mehreren Herzkranzgefäßen durch ein Blutgerinnsel, was der Auslöser für einen Herzinfarkt ist. Kann dem Betroffenen nicht innerhalb von 20- 30 Minuten geholfen werden, kommt es zum Absterben von Herzmuskelzellen. Nach einer Zeitspanne von drei bis sechs Stunden kommt es zu einem irreparablen Absterben des betroffenen Muskelgewebes (Nekrose). Stresssituationen oder Anstrengung können Auslöser für einen Herzinfarkt sein. Gerade am Morgen kann es durch den steigenden Blutdruck zum Infarkt kommen. Verschiedene Faktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder familiäre Vorbelastungen können einen Herzinfarkt begünstigen. Auch direkte Einwirkungen, wie Rauchen, Bewegungsmangel oder Übergewicht, haben einen schlechten Einfluss auf die Herzmuskulatur. Symptome für einen Herzinfarkt sind Schmerzen hinter dem Brustbein, welche in weitere Körperregionen ausstrahlen können. Außerdem können Atemnot, kalte Schweißausbrüche, innere Unruhe, blasse Gesichtsfarbe, Übelkeit oder Erbrechen böse Vorboten sein. Die Symptome variieren oft zwischen Männern und Frauen. Sollten diese Anzeichen auftreten muss sofort ein Notarzt gerufen werden. Dieser kann bei rechtzeitiger Behandlung das Absterben des Gewebes durch Medikamente verhindern. Unter Umständen kann die verschlossene Herzkranzarterie wieder ausgedehnt werden. Nach einem Infarkt und dem damit verbundenen Krankenhausaufenthalt folgt eine Nachbehandlung in spezialisierten Pflegeeinrichtungen. Mit erhöhtem Alter steigt das Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen. Deshalb sind besonders Senioren von diesem Leiden betroffen. Ein Herzinfarkt fordert oft eine radikale Umstellung des Lebensstils. Außerdem werden betroffene Patienten medikamentös therapiert und müssen sich meist einer ambulanten oder stationären Anschlussheilbehandlung unterziehen. Diese setzt sich aus Physiotherapie, Aufklärungsmaßnahmen und psychischer Betreuung zusammen.