Funktionspflege

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Pflegerin umarmt Pflegebedürftige Die Funktionspflege (auch funktionelles Pflegesystem) ist das Gegenstück zur Bezugspflege. Das bedeutet, dass die Arbeitsmaßnahmen aufgrund der Tätigkeit strukturiert sind und diese Struktur die pflegerische Arbeitsmaßnahme so gliedert, dass jede Tätigkeit einer Pflegekraft zukommt. Die Funktionspflege findet Anwendung in der Alten- und Krankenpflege, zum Beispiel auf Stationen. Die Pflegeaufgaben werden also in Einzelaufgaben zerteilt. Die Funktionspflege verläuft also nach dem Prinzip der Arbeitsteilung. Die Funktionspflege charakterisiert sich dadurch, dass alle grund- oder behandlungspflegerischen Maßnahmen stetig an allen Senioren, Bewohnern oder innerhalb einer Gruppe ausgeführt werden. Dieses System ist an die industrielle Arbeitsweise angelehnt. Es dient der Leistungssteigerung der Pflegekräfte, rückt jedoch die einzelnen Bedürfnisse der Patienten den Hintergrund. Ein Beispiel für die Funktionspflege ist das Blutdruckmessen. Dies wird zum Beispiel auf einer Station einer Pflegekraft zugeordnet. Diese misst dann nacheinander den Blutdruck aller Patienten auf dieser Station. Die Vorteile der Funktionspflege sind die genaue Zuständigkeit des Pflegepersonals für einzelne Aufgaben, die kürzere Einarbeitungszeit des Pflegepersonals, die klare hierarchische Struktur und der bessere Einsatz qualifizierter Mitarbeiter, da die Aufgaben nach Schwierigkeitsgrad verteilt werden können.