Familienpflegezeit

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Tochter und ihre Eltern

Der Zeitraum, in dem eine pflegebedürftige Person durch eine Arbeitnehmerin oder einen Arbeitnehmer aus der eigenen Familie betreut wird, nennt sich Familienpflegezeit, wenn die Arbeitszeit dadurch reduziert werden muss. Die Familienpflegezeit darf maximal 24 Monate umfassen. Dabei darf die Arbeitszeit auf 15 Stunden in der Woche reduziert werden. Das Bruttogehalt der Pflegeperson, die sich in der Familienpflegezeit befindet, wird entsprechend der verkürzten Arbeitsstunden reduziert und dann wieder um die Hälfte dieser Kürzungen erhöht. Ist die Person nach der Familienpflegezeit wieder im vollen Berufsleben, muss sie vorerst weiterhin bis zum Ausgleich für die Kürzungen arbeiten. Somit leistet der Arbeitgeber eine Art Vorschuss. Diese Lohnvorauszahlung kann der Arbeitgeber durch ein zinsloses Darlehen finanzieren. Beruf und Pflege sollen durch das Modell der Familienpflegezeit besser zu kombinieren sein. Am 1. Januar 2012 trat das Familienpflegezeitgesetz in Kraft. Um die Familienpflegezeit zu gewährleisten, muss eine Familienpflegezeitversicherung abgeschlossen werden. Während der Familienpflegezeit besteht für den Arbeitnehmer Kündigungsschutz.