Demenzstation

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demenziell erkrankter Mann Eine Demenzstation ist ein gesonderter Bereich in einer Pflegeeinrichtung für Senioren, in der dement kranke Patienten untergebracht, versorgt und gepflegt werden. In solchen sogenannten beschützten Bereichen werden spezielle Pflegekräfte eingesetzt, welche für Demenzpatienten geschult sind, da diese besonderer Betreuung bedürfen. Um in einer Demenzstation aufgenommen zu werden, muss der Nachweis für eine dementielle Erkrankung und die Einordnung in die Pflegestufen II oder III vorliegen. Demenzstationen wirken sich meist positiv auf die Lebensqualität der Patienten aus und dienen der Entlastung der Angehörigen. Das geschulte Personal geht sehr einfühlend auf die Bedürfnisse und Wünsche der Patienten ein, da diese Hilfe oft ablehnen. Neben dem pflegerischen Aspekt erbringen die Pflegekräfte auch Leistungen im psychosozialen Bereich. Die individuelle Betreuung bezieht autobiographische Arbeit und genaue Beobachtung des Patienten ein. Weiterhin wird auf Demenzstationen darauf geachtet, dass der Personalstamm möglichst gleich bleibt. Die Räumlichkeiten der Patienten von Demenzstationen sind nach den Wünschen dieser gestaltet. Das heißt, dass sie ihre Zimmer mit eigenen Möbeln versehen können. Dadurch können sich die Bewohner geborgen und sicher fühlen und sich jederzeit in ihre eigenen vier Wände zurückziehen. Die Gruppenräume sind hell und freundlich ausgestattet. Zudem sind Demenzstationen barrierefrei eingerichtet. Überall sind Bilder und Namen angebracht, um Demenzpatienten bei der Orientierung zu helfen. Ebenso werden Gefahrquellen, wie Spiegelflächen, entfernt.