Aktivierende Pflege

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Pflege durch Angehörige oder geschultes Personal in Anspruch nehmen zu müssen, stellt für die Betroffenen oft eine seelische Belastung dar. Jeder möchte sich seine Selbstständigkeit so lang wie möglich erhalten. Aus diesem Grund gibt es die aktivierende Pflege. Diese Pflegeform bindet den Senioren aktiv in die Pflege ein. Dadurch sollen noch vorhandene Fähigkeiten angewendet werden, um diese weiterhin zu erhalten. Die Pfleger bieten den Betroffenen also Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Senioren werden durch Anleitungen der Pfleger zur Selbstständigkeit motiviert und können somit einen Großteil des Alltags allein meistern. Der Pfleger hat dabei hauptsächlich die Aufgabe, nur im „Notfall“ einzugreifen. Ziel ist es, dass der Senior Teilbereiche der Pflege nach intensiver Arbeit wieder allein bewältigen kann. Die aktivierende Pflege wird auch in Abwesenheit der Pfleger durch gegebene Aufgaben, welche durch den Betroffenen gemeistert werden müssen, ausgeführt.

Grundlage dieser Pflegeform ist eine sehr individuelle Gestaltung der Pflegepläne. Vorab muss die Frage geklärt werden, in welchen Pflegebereichen Hilfe benötigt wird und wie groß das Hilfebedürfnis ist. Weiterhin muss auch unbedingt auf die Wünsche des Senioren eingegangen werden. Dies sind Voraussetzungen, um ihn bestmöglich in den Pflegealltag zu integrieren.

Die Pflegeperson muss von dem Pflegebedürftigen anerkannt werden, um ein Vertrauen aufbauen zu können und damit zu arbeiten. Diese Form der Pflege fordert viel Zeit, Geduld und Aktivität auf beiden Seiten. Die aktivierende Pflege wird in Deutschland als professionelle Pflegeform anerkannt.