Seniorenwohngemeinschaften: Was bieten Seniorenwohngemeinschaften?

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Eine Senioren-Wohngemeinschaft gehört zum Konzept des Betreuten Wohnens. Es ist eine Wohnmöglichkeit für Senioren oder Demenzkranke. In einer Senioren-Wohngemeinschaft leben ältere Menschen zusammen, die noch recht selbstständig sind, sich gegenseitig unterstützen und dennoch eine regelmäßige Betreuung und Unterstützung von Pflegefachkräften erhalten können. Es gilt das Schlagwort: Gemeinsam ist man stark und nicht einsam!
Jeder hat sein eigenes Zimmer. Zu den Gemeinschaftsräumen gehören die Küche und das Ess- und Wohnzimmer. Eine Senioren-Wohngemeinschaft stellt eine Alternative zum Alleinleben und zum Umzug in ein Pflegeheim dar.

Manche Senioren- Wohngemeinschaften bieten auch die Möglichkeit der Vollversorgung, die mit der eines Pflegeheimes vergleichbar ist. Andere bieten die Möglichkeit auf einen privaten Pflegedienst zurückzugreifen.

Ziel ist es in jeder Form die Atmosphäre so privat wie möglich zu gestalten. Damit soll so viel Normalität wie möglich aus dem Alltagsleben in das Leben der Wohngemeinschaft fließen. Es wird gemeinsam gegessen, in der Wohnung gekocht, gewaschen und geputzt. Die WG-Bewohner können sich nach ihren Wünschen und Fähigkeiten an den Alltagsaktivitäten beteiligen. Das Leben in der Senioren- WG kann mit dem Leben, das der Senior zuvor geführt hat, vollkommen identisch sein und muss sich nicht an strengen Zeitplänen orientieren, die zum Beispiel in Altenpflegeeinrichtungen den Alltag bestimmen.

Bei einem geringen Pflegebedarf, können die Kosten durch mithelfende Angehörige gesenkt werden. Um auch nachts ein gewisses Maß an Sicherheit gewährleisten zu können, genügt häufig eine Notrufanlage, die mit der Zentrale eines Hilfsdienstes verbunden ist.

Steigt der Pflegebedarf, ist die Pflege kostenintensiv und kann durch die Zuschüsse der Pflegekasse alleine nicht gedeckt werden. In diesem Moment müssen die Bewohner und/ oder ihre Angehörigen die noch offenen Kosten begleichen. Fehlen dem Bewohner die entsprechenden Möglichkeiten ist gegebenenfalls das Sozialamt einzuschalten, dass nach individueller Prüfung die ausstehenden Kosten übernehmen.

Welche Formen von Wohngemeinschaften gibt es?

Die Gründung einer Wohngemeinschaft kann privat veranlasst werden. Dann muss man sich selbstständig um andere Mitbewohner kümmern. Wenn dann eine Präsenskraft/ Pflegekraft benötigt wird, können die Bewohner einen Antrag stellen und pro Person eine finanzielle Unterstützung von 200 € erhalten. Diese Pflegekraft steht dann für die pflegerische, hauswirtschaftliche und organisatorische Unterstützung zur Verfügung.

Es gibt die Möglichkeit, bei einer privaten Neugründung einer Senioren-Wohngemeinschaft, einen einmaligen Betrag von 2500 € je Pflegebedürftigen aus einem Fördertopf zu erhalten. Jedoch ist die Summe auf insgesamt 10000€ pro Wohngemeinschaft beschränkt.

Auch öffentliche Dienstleister können eine Senioren-Wohngemeinschaft betreiben. Dabei handelt es sich um z.B. Träger von ambulanten Pflegediensten, Trägern von Pflegeheimen, Wohlfahrtsverbände oder auch Privatpersonen. Es gibt Wohngemeinschaften, die nur für einen bestimmten Personenkreis ausgelegt sind. So z.B. für Demenzkranke.

Worauf muss ich bei der Auswahl einer Wohngemeinschaft achten?

Bei der Wahl einer geeigneten Senioren-Wohngemeinschaft sollte berücksichtigt werden, dass es sich um eine besondere Form des Betreuten Wohnens handelt. Unter Umständen teilt sich Ihr/e pflegebedürftige/r Angehörige/r die Wohnung mit Menschen, die erst einmal fremd sind. Nehmen Sie sich also Zeit bei der Entscheidung für eine Senioren-Wohngemeinschaft. Es hilft sehr, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, um sich ein besseres Bild von diesem Konzept machen zu können.
Das Pflegehilfe-Team hilft Ihnen gern bei der Suche nach einer geeigneten Wohngemeinschaft in Ihrer Region.

Seit dem 1. Januar 2013 werden ambulante oder stationäre Wohnformen unter bestimmten Voraussetzungen bezuschusst. Welche Zuschüsse gewährt werden und welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen, finden Sie HIER unter Punkt 8.

Das Leben in einer Seniorenwohngemeinschaft erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Das Ergebnis einer Forsa-Umfrage dazu lautete: Zwei von drei Ruheständlern halten die Wohngemeinschaft für das optimale Wohnkonzept, weil sie dabei weder allein noch in einer stationären Einrichtung leben. Stattdessen lässt sich die Gemeinschaft mit gleichaltrigen Mitbewohnern genießen. Bei Bedarf werden die Familie, Freunde oder ein privater Pflegedienst zu Hilfe geholt.

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